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Umweltlexikon

Film über tierschutzgerechtes Management


Erstmals wollen Vertreter von Kommission, Parlament und Rat der EU den illegalen Import von Hölzern und Holzprodukten europaweit regeln.


Nie zuvor hat sich das Leben auf unserem Planeten so rasch verändert, wie in den vergangenen hundert Jahren. Immer mehr Lebensräume werden unbewohnbar, Tier- und Pflanzenarten sterben in geradezu unheimlichem Tempo aus.


Der Internationale Koordinierungsrat des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) wird im nächsten Jahr in Deutschland tagen.


Rund 20.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene fordern zusammen mit dem WWF die deutschen Kinderbuchverlage auf, ihre Produktion verantwortlich zu gestalten.


Klimaschutz im Wald muss die Interessen der Waldbewohner und den Schutz der Biodiversität berücksichtigen. Dies ist die Hauptforderung von CARE und WWF.


Rund 65.000 junge Aale wird Ministerin Ilse Aigner in der Havel aussetzen, mit dem Ziel, den Bestand der Tiere in den Flüssen zu stärken.



Mit insgesamt 5.000 Euro ist der Hochwasserpreis der Hochwassernotgemeinschaft Rhein e. V. dotiert, der sich vorallem an Kunstschaffende auch über den Mitgliedsbereich der HWNG Rhein hinaus richtet.

Chance für die Tropenwälder


München/Brüssel, 10.06.2010: Erstmals wollen Vertreter von Kommission, Parlament und Rat der EU den illegalen Import von Hölzern und Holzprodukten europaweit regeln. Ziel der Trilog-Sitzung in Brüssel am morgigen Donnerstag ist es, den Raubbau an den Urwäldern zu stoppen.

„Dies ist ein Meilenstein im Kampf der EU gegen die illegale Abholzung von Urwäldern“, sagt Dr. Sandra Altherr von der Artenschutzorganisation Pro Wildlife. „Wenn die EU glaubhaft etwas für den Klimaschutz tun will, hat sie jetzt die Chance dazu – indem sie künftige Holzeinfuhren mit strengen Auflagen versieht.“ Können sich die drei Gremien der EU einigen, soll das Holzhandelsgesetz bereits Anfang Juli verabschiedet werden. Holzimporteure müssen dann nachweisen, dass ihre Ware aus legalem Einschlag stammt.

Jede Minute verschwinden 14 Hektar Wald unwiederbringlich. Kettensägen fressen sich mit atemberaubender Geschwindigkeit durch die tropischen Wälder. Ein Großteil dieser Zerstörung ist illegal: Waldflächen in Schutzgebieten werden gerodet, genehmigte Rodungsmengen überschritten, geschützte Baumarten gefällt oder die Gebietsrechte indigener Völker missachtet. Bislang bleibt der Import solch illegal geschlagener Hölzer in die EU ungeahndet.

Die EU war lange auf dem Holzweg
Bereits seit 2003 diskutiert die EU Schritte, um gegen den Import illegal geschlagener Hölzer vorzugehen. Seither feilscht sie lediglich mit einigen wenigen Holzherkunftsländern um Konditionen für bilaterale Partnerschaftsabkommen. Dies soll gewährleisten, dass importierte Hölzer aus legalen Quellen stammen. „Alle anderen Länder konnten illegales Tropenholz bislang ungehindert in die EU einführen– darunter Staaten wie Brasilien, Honduras oder Myanmar, wo über 80 Prozent des Einschlags illegal sind“, kritisiert Altherr. „Ein EU-Holzgesetz könnte dies stoppen. Können sich die drei EU-Gremien jedoch nicht einigen, ist die Chance auf eine baldige Regelung der EU-Holzimporte vertan.“ Nach dem Treffen debattiert am 21. Juni nochmals der Umweltausschuss des Europa-Parlaments, ab 8. Juli muss die Parlaments-Vollversammlung dem Gesetzesentwurf endgültig zustimmen.

Strittige Punkte bei den Verhandlungen
Während das EU-Parlament vorsieht, dass illegal geerntetes Holz nicht mehr in den Handel gelangen darf, wollen Kommission und Rat lediglich den Importeur dazu verpflichten, die legale Herkunft der Hölzer nachzuweisen. „Illegale Ware, die bereits in die EU eingeschleust ist, könnte demnach straffrei weiterverarbeitet und verkauft werden“, kritisiert die Pro Wildlife Sprecherin. Die Gremien sind sich auch uneinig darüber, wie das Gesetz EU-weit einheitlich überwacht und sanktioniert werden soll. Strittig ist zudem, wann das Gesetz in Kraft treten soll. „Der EU-Rat drängt auf eine 30-monatige Übergangsfrist, was völlig inakzeptabel ist. Angesichts der rasanten Abholzung der Tropenwälder und der langen Vorgeschichte des Gesetzes gibt es keinen Grund, ein Inkrafttreten der Verordnung hinauszuzögern“, so Altherr.

In einem gemeinsamen Schreiben Anfang Juni haben deutsche Verbände die für Deutschland federführende Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und weitere Minister aufgefordert, sich im EU-Rat für ein effektives Holzimportgesetz stark zu machen.

Weitere Informationen:
http://www.prowildlife.de/Holzhandel
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