KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 16874
Die Artenvielfalt der Meere ist auch unsere Lebensversicherung
Wädenswil, 08.06.2010: Nie zuvor hat sich das Leben auf unserem Planeten so rasch verändert, wie in den vergangenen hundert Jahren. Immer mehr Lebensräume werden unbewohnbar, Tier- und Pflanzenarten sterben in geradezu unheimlichem Tempo aus. Das sensible Ökosystem der Ozeane einst ein Paradies voller Leben gerät zunehmend aus dem Lot.
Zahlreichen Meerestieren geht aufgrund der Überfischung die Nahrung aus. Dafür vermehren sich Quallen und Artenreiche Abteilung des Pflanzenreichs. Niedere, autotroph lebende Pflanzen aus einzelnen Zellen oder Zellverbänden, die zumeist im Wasser, aber auch im Boden leben. Algen vielerorts völlig ungehindert. Hunger droht auch an Land, denn weltweit sind rund drei Milliarden Menschen auf Nahrung aus dem Meer angewiesen.
An Land zeugen abgeholzte Wälder, verdichtete Besiedlung, begradigte Flüsse und versiegelte Böden vom schädlichen Einfluss des Menschen. In den Ozeanen, dem grössten Ökosystem der Erde, sind die Eingriffe nicht minder dramatisch nur weniger sichtbar. Die Der Begriff Ressourcen bezeichnet die Gesamtheit aller natürlichen Rohstoffe oder Mittel um bestimmte Aufagben zu lösen. Ressourcen der Meere werden skrupellos geplündert, die Leben spendenden Wasserspeicher der Erde als Mülldeponien missbraucht.
Ein Lebensraum wird zerstört
Öl wie aktuell im Golf von Mexiko , Giftstoffe, Atommüll und riesige Plastikstrudel verseuchen das Meerwasser. Die Substanzen belasten die Organismen der Meerestiere, schwächen deren Das I. ist ein Schutzsystem des Organismus zur Abwehr von Krankheitserregern, körperfremden Zellen oder Strukturen. Immunsystem und vermindern die Fortpflanzungsfähigkeit. Gefährlich ist auch der Lärm, der sich seit 60 Jahren in gewissen Gebieten alle zehn Jahre verdoppelt hat. Militärische Sonartests mit bis zu 240 Das D. (dB) ist eine Hilfsgröße zur Bestimmung eines Schallpegels. Dezibel sind unter Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf. Wasser in einem Umkreis von 3000 Kilometern hör- und spürbar. Nach extremer Beschallung durch seismische Tests zur Ortung von Öl- und Gasvorkommen können Fischfänge um bis zu 80 Prozent einbrechen. Die Fische werden durch den Als Schall bezeichnet man mechanische Schwingungen materieller Teilchen eines elastischen Mediums. Je nach Medium, in dem sich der Schall ausbreitet, unterscheidet man zwischen Luftschall, Körperschall und Flüssigkeitsschall. Schall getötet oder aus angestammten Lebensräumen vertrieben. Wale und Delphine wiederum verlieren die Orientierung, stranden und verenden.
Grosse Raubfische sind so selten wie der Panda
Auch die Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.l Fischerei beschleunigt das Das Artensterben hat in den letzten Jahren rapide zugenommen. Artensterben . Systematisch durchkämmt eine riesige Flotte industrieller Fangschiffe die Ozeane. Fischschwärme werden mit Radar geortet und mit allem, was um sie herum schwimmt, rücksichtslos abgeschöpft. Mehr als achtzig Prozent aller kommerziell genutzten Fischarten sind heute bis ans Limit befischt, überfischt oder erschöpft. Grosse Raubfische wie Kabeljau und Der Thunfisch ist das größte Mitglied der Makrelenfamilie, ist ein langer, spindelförmiger Raubfisch und ein sehr beliebter Speisefisch. Thunfisch drohen auszusterben und auch die Bestände kleinerer Räuber wie Makrele oder Hering sind stark reduziert. Grund genug, die Fangmengen zu begrenzen, sollte man meinen. Doch das Plündern entlang der Beziehung zwischen Lebewesen nach dem Prinzip Fressen und Gefressenwerden (Räuber-Beute oder Parasit-Wirt). Nahrungskette geht weiter. Immer kleinere und unbekanntere Fische gelangen auf unsere Teller.
1 Kilo Speisefisch das wahre Gewicht?
Pro Jahr werden rund 140 Mio. Tonnen Meerestiere aus den Ozeanen geholt. Mehr als ein Viertel davon ist Beifang. Hunderttausende Wale, Delphine, Haie, Vögel, Schildkröten und andere Meerestiere werden tot oder verletzt wieder über Bord geworfen. Je nach Art und Fangtechnik wiegt ein Kilo Speisefisch aus dem Meer in Realität also sehr viel mehr: Auf 1 Kilo Seezunge kommen beispielsweise bis zu 13 Kilo Beifang, bei Crevetten sind es bis zu 20 Kilo. Besonders negativ ist die Bilanz bei Fischen wie Rotbarsch und Goldbutt, die am Meeresgrund leben und mit Schleppnetzen gefangen werden.
Um die steigende Nachfrage nach Speisefischen aus dem Meer abzudecken, werden Fische auch in Aquakulturen gezüchtet. Abgesehen davon, dass die Haltung vieler Zuchtfische weder tier- noch artgerecht ist, kurbeln Zuchtfarmen die Überfischung zusätzlich an: Gezüchtet werden vorwiegend Raubfische, welche wiederum mit Fischen aus dem Ozean gefüttert werden müssen.
Raubbau gefährdet Nahrungssicherheitwww.oceancare.org
Wir wollen glauben, die Meere seien unerschöpflich. Doch sie sind es nicht. Zahlreichen Meerestieren, allen voran Walen und Delphinen, geht heute bereits die Nahrung aus. Doch auch für die Hälfte der Menschheit ist Fisch kein Menu nach Wahl. Die Ausbeutung der Meere gefährdet die internationale Nahrungssicherheit Konflikte sind vorprogrammiert.
Auf diese Zusammenhänge macht OceanCare seit mehr als 20 Jahren in allen relevanten internationalen Gremien aufmerksam. Für Sigrid Lüber, Präsidentin der Schweizer Organisation, ist klar: Wenn den vielen Worten und Vereinbarungen seit Inkrafttreten der Biodiversitäts-Konvention im Jahr 1992 nicht bald wirkungsvolle Taten folgen, verkommen die Weltmeere in den nächsten Jahrzehnten zur Einöde womit wir letztlich auch unsere eigene Existenz aufs Spiel setzen.
So schützen Sie die Artenvielfalt der Ozeane:
Zahlreichen Meerestieren geht aufgrund der Überfischung die Nahrung aus. Dafür vermehren sich Quallen und Artenreiche Abteilung des Pflanzenreichs. Niedere, autotroph lebende Pflanzen aus einzelnen Zellen oder Zellverbänden, die zumeist im Wasser, aber auch im Boden leben. Algen vielerorts völlig ungehindert. Hunger droht auch an Land, denn weltweit sind rund drei Milliarden Menschen auf Nahrung aus dem Meer angewiesen.
An Land zeugen abgeholzte Wälder, verdichtete Besiedlung, begradigte Flüsse und versiegelte Böden vom schädlichen Einfluss des Menschen. In den Ozeanen, dem grössten Ökosystem der Erde, sind die Eingriffe nicht minder dramatisch nur weniger sichtbar. Die Der Begriff Ressourcen bezeichnet die Gesamtheit aller natürlichen Rohstoffe oder Mittel um bestimmte Aufagben zu lösen. Ressourcen der Meere werden skrupellos geplündert, die Leben spendenden Wasserspeicher der Erde als Mülldeponien missbraucht.
Ein Lebensraum wird zerstört
Öl wie aktuell im Golf von Mexiko , Giftstoffe, Atommüll und riesige Plastikstrudel verseuchen das Meerwasser. Die Substanzen belasten die Organismen der Meerestiere, schwächen deren Das I. ist ein Schutzsystem des Organismus zur Abwehr von Krankheitserregern, körperfremden Zellen oder Strukturen. Immunsystem und vermindern die Fortpflanzungsfähigkeit. Gefährlich ist auch der Lärm, der sich seit 60 Jahren in gewissen Gebieten alle zehn Jahre verdoppelt hat. Militärische Sonartests mit bis zu 240 Das D. (dB) ist eine Hilfsgröße zur Bestimmung eines Schallpegels. Dezibel sind unter Wasser ist eine Verbindung von zwei Wasserstoff- und einem Sauerstoffatom. Die Bezeichnung Wasser wird v.a. für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf Wasser bedeckt rund 2/3 der Erdoberfläche und befindet sich in einem ständigen Kreislauf. Wasser in einem Umkreis von 3000 Kilometern hör- und spürbar. Nach extremer Beschallung durch seismische Tests zur Ortung von Öl- und Gasvorkommen können Fischfänge um bis zu 80 Prozent einbrechen. Die Fische werden durch den Als Schall bezeichnet man mechanische Schwingungen materieller Teilchen eines elastischen Mediums. Je nach Medium, in dem sich der Schall ausbreitet, unterscheidet man zwischen Luftschall, Körperschall und Flüssigkeitsschall. Schall getötet oder aus angestammten Lebensräumen vertrieben. Wale und Delphine wiederum verlieren die Orientierung, stranden und verenden.
Grosse Raubfische sind so selten wie der Panda
Auch die Der Gesamtertrag der Meeres-F. lag im Jahr 2000 laut FAO bei 100.192.612 Tonnen. In Deutschland wurden im Jahr 2002 205. 689 Tonnen Seefisch angelandet.l Fischerei beschleunigt das Das Artensterben hat in den letzten Jahren rapide zugenommen. Artensterben . Systematisch durchkämmt eine riesige Flotte industrieller Fangschiffe die Ozeane. Fischschwärme werden mit Radar geortet und mit allem, was um sie herum schwimmt, rücksichtslos abgeschöpft. Mehr als achtzig Prozent aller kommerziell genutzten Fischarten sind heute bis ans Limit befischt, überfischt oder erschöpft. Grosse Raubfische wie Kabeljau und Der Thunfisch ist das größte Mitglied der Makrelenfamilie, ist ein langer, spindelförmiger Raubfisch und ein sehr beliebter Speisefisch. Thunfisch drohen auszusterben und auch die Bestände kleinerer Räuber wie Makrele oder Hering sind stark reduziert. Grund genug, die Fangmengen zu begrenzen, sollte man meinen. Doch das Plündern entlang der Beziehung zwischen Lebewesen nach dem Prinzip Fressen und Gefressenwerden (Räuber-Beute oder Parasit-Wirt). Nahrungskette geht weiter. Immer kleinere und unbekanntere Fische gelangen auf unsere Teller.
1 Kilo Speisefisch das wahre Gewicht?
Pro Jahr werden rund 140 Mio. Tonnen Meerestiere aus den Ozeanen geholt. Mehr als ein Viertel davon ist Beifang. Hunderttausende Wale, Delphine, Haie, Vögel, Schildkröten und andere Meerestiere werden tot oder verletzt wieder über Bord geworfen. Je nach Art und Fangtechnik wiegt ein Kilo Speisefisch aus dem Meer in Realität also sehr viel mehr: Auf 1 Kilo Seezunge kommen beispielsweise bis zu 13 Kilo Beifang, bei Crevetten sind es bis zu 20 Kilo. Besonders negativ ist die Bilanz bei Fischen wie Rotbarsch und Goldbutt, die am Meeresgrund leben und mit Schleppnetzen gefangen werden.
Um die steigende Nachfrage nach Speisefischen aus dem Meer abzudecken, werden Fische auch in Aquakulturen gezüchtet. Abgesehen davon, dass die Haltung vieler Zuchtfische weder tier- noch artgerecht ist, kurbeln Zuchtfarmen die Überfischung zusätzlich an: Gezüchtet werden vorwiegend Raubfische, welche wiederum mit Fischen aus dem Ozean gefüttert werden müssen.
Raubbau gefährdet Nahrungssicherheitwww.oceancare.org
Wir wollen glauben, die Meere seien unerschöpflich. Doch sie sind es nicht. Zahlreichen Meerestieren, allen voran Walen und Delphinen, geht heute bereits die Nahrung aus. Doch auch für die Hälfte der Menschheit ist Fisch kein Menu nach Wahl. Die Ausbeutung der Meere gefährdet die internationale Nahrungssicherheit Konflikte sind vorprogrammiert.
Auf diese Zusammenhänge macht OceanCare seit mehr als 20 Jahren in allen relevanten internationalen Gremien aufmerksam. Für Sigrid Lüber, Präsidentin der Schweizer Organisation, ist klar: Wenn den vielen Worten und Vereinbarungen seit Inkrafttreten der Biodiversitäts-Konvention im Jahr 1992 nicht bald wirkungsvolle Taten folgen, verkommen die Weltmeere in den nächsten Jahrzehnten zur Einöde womit wir letztlich auch unsere eigene Existenz aufs Spiel setzen.
So schützen Sie die Artenvielfalt der Ozeane:
- Beschränken Sie Ihren Konsum auf Süsswasserfische aus einheimischen Gewässern oder biozertifizierten Zuchten. Fragen Sie im Laden oder Restaurant danach.
- Soll es trotzdem einmal ein importierter Meerfisch sein, dann bitte nur aus nachhaltigem Fang. Infos zu Nachhaltigkeitslabels erhalten Sie bei OceanCare.
- Eine vorwiegend vegetarische Ernährung auf der Basis frischer, lokaler Produkte tut gut und vermeidet lange Transportwege.
- Gehen Sie achtsam mit den Energieressourcen um und vermeiden Sie wo immer möglich Erde,
Die Luft besteht hauptsächlich aus den Gasen Stickstoff (ca. 78 Vol.-%), Sauerstoff (ca. 21 Vol.-%), ca. 0,03 Vol.-% Kohlendioxid, unterschiedlichen Edelgasen (weniger als 1 Vol.-%) sowie verschiedenen Schadstoffen.
Luft
und Wasser zu verschmutzen.
- Unterstützen Sie OceanCare bei der Einflussnahme auf die aktuelle Reform der EU-Fischereipolitik, beim Dokumentieren illegaler Fischereiaktivitäten im
Das M. mit einer Fläche von rund 3 Mio km2 wird von Südeuropa, Vorderasien und Nordafrika fast vollständig umschlossen.
Mittelmeer
, beim Schaffen von Schutzgebieten sowie beim Sensibilisieren von Politikern, Fischern und
Begriff aus der Ökologie.
Konsumenten
für ökologische Zusammenhänge.
Autor: OceanCare
2377 Aufrufe
Stand: 14. August 2011
Erstellt: 8. Juni 2010
Stand: 14. August 2011
Erstellt: 8. Juni 2010
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des
KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012










