im Lexikon
Social Bookmarks
Über unser Institut
Inserate
Folgen Sie uns nach Facebook


Top-News Umwelt und Natur
Fangverbot für Donau-Stör
VIER PFOTEN rettet Orang-Utans in Borneo vor Kopfgeldjägern
Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist „Libelle des Jahres 2012“
Angriff auf Wale unter falscher Flagge
Nichts zu lachen für die Drachen
Südafrika verliert 448 Nashörner
5 Jahre nach Kyrill: Schäden im Wald noch immer deutlich sichtbar
Vögel nur im Winter füttern? VIER PFOTEN rät zur ganzjährigen Fütterung
Containerwrack vor Neuseeland gesunken
Die Jagd verursacht Bestandsexplosion bei Wildschweinen
Inserate

Spielregeln für Klimaschutz im Wald


Frankfurt a. M., 27.05.2010: Klimaschutz im Wald muss die Interessen der Waldbewohner und den Schutz der Biodiversität berücksichtigen. Dies ist die Hauptforderung von CARE und WWF. Die Organisationen appellieren an die Regierungen, die sich aktuell zur Klima und Waldschutzkonferenz in Oslo treffen, bei allen Bemühungen des Wald- und Klimaschutzes die Auswirkungen für Menschen und Umwelt im Blick zu behalten.

ARE und WWF schlagen dazu fünf Grundsätze vor, die Länder bei ihren Plänen und Aktionen zum Waldschutz (REDD+, Reducing Emissions from Deforestation and Degradation) anwenden sollten. „Weltweite Erfahrungen zeigen, dass lokale Gemeinden die besten Wächter der Wälder sind“, sagt Raja Jarrah, Experte für REDD von CARE. „Sie spüren die Auswirkungen des Waldverlustes als erste. Die Grundsätze, die wir heute vorstellen, formulieren, was wir längst wissen: Waldschutz wird nur erfolgreich sein, wenn er auf die Bedürfnisse der lokalen Gemeinden angepasst ist und wenn er ihre Rechte wahrt.“„Die Regierungen wollen Milliarden von Euro auf den Tisch legen, um Abholzung zu stoppen und unser Klima zu schützen. Damit es nicht verschwendet wird, brauchen wir feste Regeln zur Verwendung des Geldes“, sagt Paul Chatterton, Leiter der „Forest Carbon Initiative“ von WWF. „Die Beachtung der Grundsätze stellt sicher, dass alle Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel mit Hilfe des Waldschutzes fair, gerecht und umweltfreundlich sind.“

Mehr als 30 Regierungen diskutieren am Donnerstag, den 27. Mai in Oslo die Gründung einer Partnerschaft, um REDD+ Aktionen in diesem Jahr und in Zukunft zu fördern. REDD+ bietet eine einzigartige Gelegenheit, sowohl die Konsequenzen als auch die Gründe des steten globalen Waldverlustes zu bewältigen. Wenn sich die Regierungen keine globalen Meilensteine setzen, kann REDD+ ineffektiv sein und sogar Schaden anrichten. Um die Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern, müsse Waldschutz Hand in Hand mit dem Schutz der Biodiversität gehen und lokale Gemeinden und indigene Völker begünstigen, fordern WWF und CARE. Zusätzliche müsse jeder Ansatz transparent und verantwortlich durchgeführt werden, um nachzuvollziehen, wie die Gelder für REDD+ Maßnahmen verwendet werden.

Grundsätze für REDD+

  • Klima: REDD+ trägt zur Reduzierung der Treibhausgase auf der Basis von nationalen Zielen und in Hinblick auf eine globale Zielvorgabe bei.
  • Biodiversität: REDD+ erhält und/oder stärkt die Biodiversität der Wälder und Ökosysteme
  • Lebensgrundlagen: REDD+ trägt zu einer nachhaltigen und gleichberechtigten Entwicklung bei, durch Stärkung der Lebensgrundlagen lokaler Gemeinden, die von den Wäldern leben
  • Rechte: REDD+ anerkennt und respektiert die Rechte indigener Völker und lokaler Gemeinden
  • Faire und effektive Finanzen: REDD+ mobilisiert sofortige, angemessene und planbare finanzielle Ressourcen für vorrangige Waldgebiete in gerechter, transparenter, koordinierter und gemeinschaftlicher Art und Weise.
Autor: WWF Deutschland
1339 Aufrufe
Stand: 28. Mai 2010
Erstellt: 28. Mai 2010

Weitere Meldungen zum Thema "Waldschutz":

WWF protestiert gegen brasilianisches Waldgesetz WWF protestiert gegen brasilianisches Waldgesetz
Berlin, 14.12.2011: Mit lauten Samba-Trommeln, einem großen roten Notruf-Telefon und Protest-Plakaten hat der WWF heute vor der brasilianischen Botschaft in Berlin gegen die Abschwächung des brasilianischen Waldgesetzes demonstriert.
Waldschutz ist Klimaschutz: WWF warnt vor gigantischem Waldverlust bis 2030 Waldschutz ist Klimaschutz: WWF warnt vor gigantischem Waldverlust bis 2030
Durban / Berlin, 29.11.2011: Die weltweite Entwaldung kann und muss bis 2020 gestoppt werden, zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Bericht des WWF, der auf dem Klimagipfel in Durban vorgestellt wurde. Gelingt es nicht die Kettensägen zu stoppen, hätte dies katastrophale Folgen.
Todesurteil für Amazonas-Regenwald Todesurteil für Amazonas-Regenwald
Berlin, 25.11.2011: Die Umweltkommission des brasilianischen Senats berät derzeit über die Neufassung des brasilianischen Waldgesetzes (Código Florestal). Die Umweltorganisation WWF befürchtet, dass die angestrebte Novellierung einem Todesurteil für weite Teile des brasilianischen Regenwaldes gleichkommt.
Brasiliens Waldgesetz wird zur CO2-Bombe Brasiliens Waldgesetz wird zur CO2-Bombe
Berlin, 24.06.2011: Die Novellierung des brasilianischen Waldgesetzes droht zu einer gigantischen CO2-Bombe zu werden und riesige Flächen für die Abholzung freizugeben. Dies belegen zwei aktuelle Studien.
Umweltmagazin ForestFinest-Ausgabe zum Internationalen Jahr der Wälder 2011 Umweltmagazin ForestFinest-Ausgabe zum Internationalen Jahr der Wälder 2011
Bonn, 15.06.2011: „Jahr der Wälder – Wunder und Wende?“ lautet der Schwerpunkt der aktuellen ForestFinest-Ausgabe, dem kostenlosen Umweltmagazin für weltweite Waldwirtschaft. Das halbjährlich erscheinende Wald- und Umweltmagazin des Bonner Waldinvestment-Anbieter ForestFinance richtet sich an umweltbewusste Anleger, forstwirtschaftlich Interessierte und alle, die nachhaltig leben und lesen wollen.
Brasilien sägt am Regenwald Brasilien sägt am Regenwald
Berlin, 19.05.2011: Die illegale Abholzung des Regenwaldes ist im brasilianischen Amazonas-Gebiet deutlich gestiegen. Dies geht aus neuen Sattelitendaten des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (INPE) in Brasilia hervor.
Elf Prominente retten die Wälder Elf Prominente retten die Wälder
Berlin, 11.05.2011: Mit einem symbolischen „Papierwald“ auf den Stufen des Konzerthauses am Berliner Gendarmenmarkt hat der WWF seine Kampagne „Deutschland wird Wald.Meister 2011“ gestartet. Unter dem Motto „Wald steckt da, wo wir ihn nicht erwarten“, macht die Installation des Künstlers Fred Pommerehn auf den hohen Papierverbrauch der Deutschen aufmerksam.
„Regenwald-Ernte“: Seit 100 Jahren zerstörerisch „Regenwald-Ernte“: Seit 100 Jahren zerstörerisch
Berlin / London, 17.03.2011: 30.000 Amazonas-Indigene wurden während des Kautschukbooms in nur 12 Jahren versklavt, gefoltert, vergewaltigt und dem Hungertod überlassen. Heute jährt sich zum hundertsten Mal die Veröffentlichung des Untersuchungsberichts des Iren Roger Casement, der diese Gräueltaten aufdeckte.
Wald bedroht Wälder: 2011 - Das Internationale Jahr der Plantagen? Wald bedroht Wälder: 2011 - Das Internationale Jahr der Plantagen?
München/Brüssel, 30.01.2011: Am 2. Februar starten die Vereinten Nationen offiziell das Internationale Jahr der Wälder 2011. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife weist auf die Bedeutung der Primärwälder für die Artenvielfalt hin. Zwei Drittel aller Tiere unseres Planeten sind auf intakte Wälder als Lebensraum angewiesen.
EU-Rat segnet EU-Holzhandelsgesetz ab EU-Rat segnet EU-Holzhandelsgesetz ab
Berlin, 12.10.2010: Der EU-Rat hat soeben in Brüssel das EU-Holzhandelsgesetz angenommen. Damit wird die Einfuhr illegaler Holzprodukte nach Europa künftig endlich verboten. Wer Holz und Holzprodukte als erster in der EU auf den Markt bringt (so genannte „Erstinverkehrsbringer“), muss bald die legale Herkunft nachweisen.
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012