KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 16804
WWF-Patrouille rettet Eisbärwaisen
Frankfurt a. M., 04.05.2010: Einer WWF-Eisbärpatrouille ist es vor wenigen Wochen gelungen nahe des ostsibirischen Dorfes Aion, ein junges Eisbärbaby vor dem sicheren Tod zu bewahren. Ein Lastwagenfahrer hatte die Behörden informiert, er habe nahe einer Straße ein verlassenes Bärenjunges gesehen.Nur mit Hilfe eines Spürhundes gelang es der Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet WWF -Schutzpatrouille den rund drei Monate alten, männlichen Bären aufzuspüren. Das Tier war geschwächt, ausgehungert und zitterte am ganzen Körper vor Angst. Erst als es der Dorfpolizist Aleksandr Predybailo, der eng mit den WWF-Team vor Ort zusammenarbeitet, auf den Arm nahm, beruhigte sich der Waise. Predybailo nahm das Tier mit zu sich nach Hause und päppelte es mit Babynahrung wieder auf.
Leider gelang es den Mitarbeitern des WWF nicht, die Mutter des kleinen Aion, der nach dem Dorf benannt wurde, in dessen Nähe er gefunden worden war, aufzuspüren. Vermutlich wurde das Muttertier von Wilderern getötet oder es hat ihr Junges während eines Schneesturms, der wenige Tage zuvor auf der Insel gewütet hatte, verloren, befürchtet WWF-Artenschutzexperte Stefan Ziegler. Nachdem Aion wieder zu Kräften gekommen war, brachte man ihn in ein Zentrum des Naturreservats auf Wrangel Island. Von dort aus wurde Aion jetzt in sein neues Zuhause, den Moskauer Zoo, überstellt. Hat sich ein Bär erst einmal an den Menschen gewöhnt, kann man ihn leider nicht mehr auswildern, da er sonst zu einer Gefahr für die Menschen vor Ort werden würde, erklärt Stefan Ziegler. Die Mitarbeiter des WWF Büros in der russischen Hauptstadt würden sich aber in regelmäßigen Abständen vom Wohlbefinden des kleinen Eisbären Aion überzeugen.
Wer solche Patrouillen unterstützen und die Eisbären retten möchte, der kann das unter anderem mit einer Spende tun. Schon 60 Euro reichen, um 60 Kilometer Küstenlinie zu überwachen. Mit den Patrouillen kann der WWF die Eisbären schützen und die Wilderei eindämmen. Das WWF-Spendenkonto: 2000, BLZ 550 205 00 Bank für Sozialwirtschaft, Stichwort: Eisbär weitere Infos unter wwf.de
Autor: WWF Deutschland
1466 Aufrufe
Stand: 4. Mai 2010
Erstellt: 4. Mai 2010
Stand: 4. Mai 2010
Erstellt: 4. Mai 2010
Weitere Meldungen zum Thema "Wilderei":
| VIER PFOTEN rettet Orang-Utans in Borneo vor Kopfgeldjägern Indonesien / Kalimantan / Borneo, 27.01.2012: Buchstäblich in letzter Minute konnte ein Team der international tätigen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN in Borneo eine Orang-Utan-Mutter und ihre Tochter vor dem sicheren Tod bewahren. |
| Südafrika verliert 448 Nashörner Berlin, 13.01.2012: Die Wilderei-Krise in Afrika spitzt sich nach Ansicht der Umweltschutzorganisation WWF weiter zu. |
| Negativ-Rekord bei beschlagnahmtem Elfenbein Berlin, 30.12.2011: Ein trauriger Rekord: Mit über 23 Tonnen wurde dieses Jahr weltweit mehr illegales Elfenbein bei großen Beschlagnahmungen (über 800 Kilogramm) sichergestellt als jemals zuvor. Dies teilt TRAFFIC mit, die internationale Artenschutzorganisation und Tochtergesellschaft des WWF. |
| Elefantengedächtnis - Der Elefant in der Kulturgeschichte Saarlouis, 17.12.2011: Monster, Götter, Helden, Opfer Elefanten und ihre Geschichte. Seit der Frühzeit ist die Faszination des Menschen gegenüber Elefanten ungebrochen. |
| Trauriger Rekord in Südafrika Berlin, 04.11.2011: Südafrika verzeichnet einen traurigen Rekord. In diesem Jahr wurden so viele Nashörner gewildert wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Bis Ende Oktober wurden 341 Tiere erlegt. |
| Nashorn in Vietnam ausgestorben Frankfurt, 25.10.2011: Wieder ist eine besondere Tierart lokal ausgestorben. In Vietnam haben Wilderer das letzte Java-Nashorn getötet. Das gaben Wissenschaftler des WWF bekannt. |
| Illegaler Elfenbeinhandel in China eskaliert Genf/ München, 18.08.2011: Während die Wilderei in Afrika eskaliert und der illegale Elfenbeinhandel in China immer weiter außer Kontrolle gerät, schmieden Regierungen auf einer Ausschusstagung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES), hinter verschlossenen Türen bereits neue Pläne über einen möglichen zukünftigen Elfenbeinhandel. |
| Vietnam: 8000 Schlingfallen und 90 illegale Camps zerstört Berlin, 16.08.2011: In der vietnamesischen Provinz Hue konnten Ranger der Umweltschutzorganisation WWF innerhalb von nur einem halben Jahr rund 8.000 illegale Schlingfallen, die von Wilderern aufgestellt worden waren, sicherstellen. Die Fallen wurden anlässlich eines Ausbildungstrainings für Ranger öffentlich verbrannt. |
| Kenia verbrennt Elfenbein - erstmals wieder seit 22 Jahren Nairobi / München, 20. Juli 2011. Am 20. Juli verbrennt die kenianische Regierung im Tsavo Nationalpark fast fünf Tonnen beschlagnahmtes Elfenbein - als Symbol für einen konsequenten Kampf gegen Wilderei und Elfenbeinschmuggel. |
| Auf dem Holzweg: Das "Ökosiegel" FSC München, 14.06.2011: Mit der Entscheidung, den Abschuss von Pavianen auf Holzplantagen in Südafrika offiziell abzusegnen, gerät das umstrittene Ökosiegel des FSC (Forest Stewardship Coucil) erneut unter Verdacht, wirtschaftliche Interessen vor ökologische Belange zu stellen. |
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des
KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012










