im Lexikon
Social Bookmarks
Über unser Institut
Inserate
Folgen Sie uns nach Facebook


Top-News Umwelt und Natur
Fangverbot für Donau-Stör
VIER PFOTEN rettet Orang-Utans in Borneo vor Kopfgeldjägern
Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist „Libelle des Jahres 2012“
Angriff auf Wale unter falscher Flagge
Nichts zu lachen für die Drachen
Südafrika verliert 448 Nashörner
5 Jahre nach Kyrill: Schäden im Wald noch immer deutlich sichtbar
Vögel nur im Winter füttern? VIER PFOTEN rät zur ganzjährigen Fütterung
Containerwrack vor Neuseeland gesunken
Die Jagd verursacht Bestandsexplosion bei Wildschweinen
Inserate

Portugal stellt Seeberge unter Schutz


Hamburg, 31.03.2010: Der Meeresgrund des Nordostatlantiks erhält mehr Schutz. Der WWF lobt die Entscheidung der portugiesischen Regierung, vier Meeresschutzgebiete auf dem erweiterten Kontinentalschelf der Azoren und Portugals einzurichten, als Meilenstein für die Erhaltung der Ozeane.

Die vier Gebiete - der südliche Teil des Mittelatlantischen Rückens, Altair Seeberg, Antialtair Seeberg und Josephine Bank - umfassen insgesamt eine Fläche von 120.000 Quadratkilometern. Sie gelten als Hort biologischer Vielfalt und beheimaten zahlreiche marine Arten und Lebensgemeinschaften darunter Kaltwasserkorallenriffe, Tiefseefische, Schwamm- und Korallengärten, sowie Haie und Rochen. Mit der Ausweisung als Schutzgebiet unterbindet Portugal zusätzlich zur Fischerei mit Bodenschleppnetzen auch die Förderung von mineralischen Bodenschätzen, die im Meeresboden lagern.

„Dies ist ein Durchbruch für die Errichtung eines Netzwerks von Meeresschutzgebieten auf Hoher See, sagt Stephan Lutter, WWF -Experte für Meeresschutz. „Derzeit werden die politischen und wirtschaftlichen Grenzen einzelner Staaten in unseren Ozeanen ausgedehnt. An diesen erweiterten Nutzungsanspruch in internationalen Gewässern ist gleichzeitig auch eine Verantwortung für den Schutz der Ozeane geknüpft. Portugal geht hier mit gutem Beispiel voran.“ Alle Anrainerstaaten, die 2009 erweiterte Ansprüche auf einen Kontinentalsockel über die 200-Seemeilen-Zone hinaus angemeldet haben, sollten ihre wachsende Verpflichtung zum Schutz der Meeresumwelt ernst nehmen.

Neuland betreten wird bei der rechtlichen Verwaltung der Gebiete: Schutz und Nutzung der Ressourcen im Meeresboden der Schutzgebiete liegt in der Verantwortung der Küstenstaaten. Der Schutz der Meereslebwesen in den entsprechenden Gewässern der Hohen See dagegen ist Sache internationaler Organisationen und wird durch regionale Umwelt - und Fischereiabkommen sowie die internationale Schifffahrtsorganisation der UNO geregelt. Diese neuartige Auslegung des weltweiten Seerechts eröffnet neue Möglichkeiten für das erste Meeresschutzgebiet in der Hohen See – die sogenannte Charlie-Gibbs-Zone des Mittelatlantischen Rückens. Diese unterseeische Bergkette, erstreckt sich auf 313.000 Quadratkilometern zwischen Island und den Azoren und war 2008 unter Schutz gestellt worden. Allerdings beansprucht Island Teile des Meeresbodens als sein Hoheitsgebiet. „Diese kombinierten Schutzmechanismen lassen sich auch im Managementkonflikt des Charlie-Gibbs-Schutzgebietes anwenden. Der Großteil von bedrohten Meerestieren, Unterwasserlebensräumen und schwindenden Fischbeständen findet sich in internationalen Gewässern. Und es gibt keine Entschuldigung, diese nicht zu schützen“ sagte Stephan Lutter, Meeresschutzexperte des WWF.

Der WWF ist zuversichtlich, dass beim nächsten Ministertreffen des OSPAR-Abkommens zum Schutz des Nordostatlantiks im September 2010 die Bekanntgabe des weltweit ersten Netzwerks von sechs Meeresschutzgebieten auf der Hohen See erfolgen kann.
Autor: WWF Deutschland
1153 Aufrufe
Stand: 31. Maerz 2010
Erstellt: 31. Maerz 2010

Weitere Meldungen zum Thema "Ozeane":

"PLASTIK REALITY" in unseren Ozeanen
Istanbul, 22.08.2011: Es gibt keine genaue Prozentzahl von Fischen die Plastikmüll in ihrem Körper tragen, aber es sind sicherlich Prozentzahlen die Wissenschaftler erschüttern und die gesamte Menschheit schockieren würde!
Tropische Meere ohne Korallenriffe Tropische Meere ohne Korallenriffe
Bremen, 11.07.2011: Wie könnte ein tropisches Küstenökosystem dort aussehen, wo Korallenriffe nicht überlebt haben? Bei zwei Schiffsexpeditionen an die nordafrikanische Westküste – in 2006/7 mit dem Forschungsschiff Poseidon und in 2011 mit FS Maria S. Merian - bekamen Hildegard Westphal, Direktorin am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie und ihr Team einen Einblick in dieses Szenario.
Ohne Naturschutz wirtschaftliche Nutzung der Meere gefährdet Ohne Naturschutz wirtschaftliche Nutzung der Meere gefährdet
Hamburg, 08.06.2011: Siebzig Prozent unseres Planeten sind von Wasser bedeckt. Die Meere beeinflussen unser Klima und liefern die Ernährungsgrundlage für Millionen Menschen. Die Faszination, die vom Meer ausgeht, ist ungebrochen. Der morgige Internationale Tag der Ozeane ist dem Schutz der Meere und seiner Bewohner gewidmet.
Fisch ist aus – was nun? „Aquakultur und Ökosiegel sind keine Lösung“ Fisch ist aus – was nun? „Aquakultur und Ökosiegel sind keine Lösung“
München, 06.06.2011: Anlässlich der zweiten „European Fish Week“ kritisiert die Artenschutzorganisation Pro Wildlife die niedrigen Standards bei Ökosiegeln für Fischereiprodukte: „Fischsiegel vermitteln den Eindruck, dass umweltfreundlicher Fischkonsum ohne Verzicht möglich ist. Doch nur wer weniger oder gar keinen Fisch isst, hilft die Plünderung der Ozeane zu beenden“, sagt Dr. Sandra Altherr.
Atlas der Küsten und Meere Atlas der Küsten und Meere
Köln, 30.05.2011: Zwei Drittel der Erde sind von Ozeanen bedeckt. Doch weltweit sind die Meere durch Überfischung, Klimawandel und Verschmutzung bedroht. Handel und Tourismus setzen den Küsten enorm zu. Der Atlas von Don Hinrichsen nimmt den Lebensraum Küste genauer unter die Lupe.
Rudern für stille Ozeane Rudern für stille Ozeane
Wädenswil, 26.04.2011: Ab Dezember 2011 rudert Janice Jakait über den Atlantischen Ozean. 7‘000 Kilometer, 120 Tage ohne Unterbrechung. Aus Freude an der Herausforderung. Doch das genügt ihr nicht. Sie rudert auch für stille Ozeane, denn unter Wasser gibt es viel zu viel Lärm.
Lautstarker Protest für stille und gesunde Ozeane anlässlich des Jahrestags der Ölkatastrophe der Deepwater Horizon Lautstarker Protest für stille und gesunde Ozeane anlässlich des Jahrestags der Ölkatastrophe der Deepwater Horizon
Berlin, 21.04.2011: mit einem FlashMob und einer wütenden Performance der deutschen Punkrockband Itchy Poopzkid mit ihrem aktuellen Protest-Song „Why still bother“ machte die internationale Wal- und Delfinschutzorganisationen WDCS Dienstag am späten Nachmittag vor dem Brandenburger Tor auf die Gefahren der Ölindustrie für den Lebensraum MEER aufmerksam.
Wut über Zerstörung der Weltmeere – Musiker sprengen Wal Wut über Zerstörung der Weltmeere – Musiker sprengen Wal
München, 24.10.2010: Die deutsche Punkrockband ITCHY POOPZKID veröffentlicht heute das Musikvideo zum Song „Why Still Bother“, der eigens für die Kampagne der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS namens „SONAR SUCKS“ verfasst wurde.
Aktivisten sprengen Wal in die Luft Aktivisten sprengen Wal in die Luft
München, 04.10.2010: Heute, am Welttierschutztag startet die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS die Kampagne „SONAR SUCKS. Mir platzt der Schädel! Für eine Vision vom Stillen Ozean“.
Die Artenvielfalt der Meere ist auch unsere Lebensversicherung Die Artenvielfalt der Meere ist auch unsere Lebensversicherung
Wädenswil, 08.06.2010: Nie zuvor hat sich das Leben auf unserem Planeten so rasch verändert, wie in den vergangenen hundert Jahren. Immer mehr Lebensräume werden unbewohnbar, Tier- und Pflanzenarten sterben in geradezu unheimlichem Tempo aus. Das sensible Ökosystem der Ozeane – einst ein Paradies voller Leben – gerät zunehmend aus dem Lot.
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012