im Lexikon
Social Bookmarks
Über unser Institut
Inserate
Folgen Sie uns nach Facebook


Top-News Umwelt und Natur
Fangverbot für Donau-Stör
VIER PFOTEN rettet Orang-Utans in Borneo vor Kopfgeldjägern
Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist „Libelle des Jahres 2012“
Angriff auf Wale unter falscher Flagge
Nichts zu lachen für die Drachen
Südafrika verliert 448 Nashörner
5 Jahre nach Kyrill: Schäden im Wald noch immer deutlich sichtbar
Vögel nur im Winter füttern? VIER PFOTEN rät zur ganzjährigen Fütterung
Containerwrack vor Neuseeland gesunken
Die Jagd verursacht Bestandsexplosion bei Wildschweinen
Inserate

Handelsverbot: letzte Rettung für den Roten Tunfisch


Hamburg 16.11.2009: Als einzige Enttäuschung bewertet der WWF den Ausgang der einwöchigen Sitzung der Kommission zum Schutz des Atlantischen Tunfischs (ICCAT) in Recife, Brasilien. Die Teilnehmer gingen auseinander, ohne die notwendigen Maßnahmen zum Schutz des stark bedrohten Roten Tunfisch zu verabschieden. Die Fangquote für das kommende Jahr wurde für das Mittelmeer auf 13.500 Tonnen festgelegt.

Das sind rund 6.000 Tonnen weniger als im aktuellen Fangjahr, aber noch immer viel zu viel, um diesen Bestand zu stützen. Der WWF sieht deswegen ein Handelsverbot als letzten Rettungsanker für den Roten Tunfisch. Ein solches soll im März diskutiert werden.

“Das Ergebnis der Sitzung ist völlig inakzeptabel”, so Karoline Schacht, Fischereiexpertin beim WWF Deutschland. „Die verabschiedete Fangmenge entspricht politischer Willkür und hält keiner wissenschaftlichen Prüfung stand. Wir halten deswegen ein totales Handelsverbot mehr denn je für unverzichtbar.“

Eine am Rande des Treffens in Recife vorgelegte Studie war zu dem Ergebnis gekommen, dass selbst eine Reduzierung der Fangquote auf nur noch 8.000 Tonnen lediglich eine fünfzigprozentige Chance beinhalte, dass das Überleben des Roten Tunfischs gesichert ist.

Daher ruft WWF die Vertragsstaaten des internationalen Artenschutzabkommens CITES auf, sich für ein internationales Handelsverbote und strengere Fangquoten einzusetzen. Es wird erwartet, dass der Rote Tunfisch bei der nächsten CITES-Tagung im März 2010 in Doha in die entsprechende Kategorie der Handelsbeschränkungen (Anhang I) aufgenommen wird.

“Die Fangquoten müssen weit über das kommende Jahr hinaus reduziert werden, ansonsten ist der Rote Tunfisch nicht mehr zu retten”, so Karoline Schacht. “Auf ICCAT ist kein Verlass mehr, diese Kommission schützt den Roten Tunfisch nicht, sondern riskiert sein Überleben.”
Autor: WWF Deutschland
1230 Aufrufe
Stand: 16. November 2009
Erstellt: 16. November 2009

Weitere Meldungen zum Thema "Tunfisch":

Massiver Betrug in Tunfisch-Industrie aufgedeckt Massiver Betrug in Tunfisch-Industrie aufgedeckt
Hamburg, 09.11.2010: Eine unabhängige Untersuchung hat einen komplexen internationalen Schwarzhandel für Blauflossentunfisch (auch Roter Tunfisch) im Wert von 4 Milliarden US-Dollar aufgedeckt.
Überkapazität der Fangflotte bedroht Bestand des Roten Tuns Überkapazität der Fangflotte bedroht Bestand des Roten Tuns
Hamburg, 10.02.2010: Die Fangsaison für den im Mittelmeer vom Aussterben bedrohten Roten Tunfisch ist in diesem Jahr vorzeitig beendet. Weil die industriellen Fangflotten der EU ihre jährlichen Quoten bereits nach der Hälfte der vierwöchigen Saison erfüllt hatten, stoppte die zuständige EU-Kommissarin Maria Damanaki gestern die Ringwadenfischerei auf Roten Tun.
Der Kniefall von Doha Der Kniefall von Doha
Frankfurt a. M. / Doha, 26.03.2010: Mit Anträgen zum Schutz der Roten Koralle, des Blauflossentunfischs und diverser Haiarten hätte die internationale Staatengemeinschaft auf der UN-Artenschutzkonferenz in Doha die Gelegenheit gehabt, die Artenvielfalt in den Meeren besser zu schützen.
Roter Thunfisch: Endstation Sushi Roter Thunfisch: Endstation Sushi
München, 05.03.2010: Kurz vor Beginn der Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) in Doha (Katar) am 13. März spaltet der Antrag Monacos, den Roten Thunfisch unter ein weltweites Handelsverbot zu stellen, noch immer die EU: Ein neuer Vorschlag der EU Kommission droht den Schutz des vom Aussterben bedrohten Speisefischs zu unterminieren.
Bald mit Ökosiegel: Tunfisch aus der Dose Bald mit Ökosiegel: Tunfisch aus der Dose
Hamburg, 03.02.2010: Tunfisch aus der Dose wird umweltverträglicher. Das bedeutendste Fanggebiet für den weltweit beliebten Skipjack-Tunfisch im sogenannten Korallen-Dreieck will seine Fangmethoden erstmals nach den Nachhaltigkeitskriterien des Marine Stewardship Council (MSC) zertifizieren lassen.
Betteln für den Artenschutz? Betteln für den Artenschutz?
Berlin, 25.11.2009: Die Fangquoten müssen weit über das kommende Jahr hinaus reduziert werden, ansonsten ist der Rote Tunfisch nicht mehr zu retten", sagt die WWF-Fischereiexpertin Karoline Schacht. "Auf ICCAT ist kein Verlass mehr, diese Kommission schützt den Roten Tunfisch nicht, sondern riskiert sein Überleben." Das letzte Treffen der Kommission zum Schutz des Atlantischen Tunfischs (ICCAT) in Recife, Brasilien hat nach begründeter Meinung des WWF zu keinem dem Roten Thunfisch nützlichen Ergebnis geführt.
Handelsverbot: letzte Rettung für den Roten Tunfisch Handelsverbot: letzte Rettung für den Roten Tunfisch
Hamburg 16.11.2009: Als einzige Enttäuschung bewertet der WWF den Ausgang der einwöchigen Sitzung der Kommission zum Schutz des Atlantischen Tunfischs (ICCAT) in Recife, Brasilien. Die Teilnehmer gingen auseinander, ohne die notwendigen Maßnahmen zum Schutz des stark bedrohten Roten Tunfisch zu verabschieden. Die Fangquote für das kommende Jahr wurde für das Mittelmeer auf 13.500 Tonnen festgelegt.
Blauflossenthunfisch stirbt Blauflossenthunfisch stirbt
Frankfurt, 29.08.2009: Die EU-Mitgliedstaaten und die EU Kommission entscheiden ab heute, ob sie sich für einen wirkungsvollen Thunfischschutz im Mittelmeer einsetzen werden – oder ob sie den fortgesetzten Raubbau an einer lokal vom Aussterben bedrohten Spezies zulassen. Die zunächst deutliche Unterstützung aus ...
Deutschland rettet den Thunfisch Deutschland rettet den Thunfisch
Berlin/Hamburg, 24.07.2009: Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßt die Entscheidung Deutschlands, den Antrag auf einem Schutz des Blauflossenthunfischs durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES zu unterstützen. "Es wäre angesichts des extrem kritischen Zustandes des Bestandes verantwortungslos, den Antrag Monacos ...
Verkaufsstopp für Verkaufsstopp für "Sushi-Tunfisch"
Frankfurt, 12.07.2009: Angesichts der dramatischen Lage des Blauflossentunfischs startet die Umweltschutzorganisation WWF eine europaweite Schutzkampagne. Händler, Restaurants, Verbraucher und – vor allem – Sushi-Meister sollten zumindest solange auf die begehrte Delikatesse verzichten, bis sich die Bestände wieder erholt hätten. Nach WWF-Angaben wird derzeit noch immer viermal ...
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012