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Pferderipper missbraucht Stute


Amstetten, 30.08.2009: Ein Unbekannter fügte Stute Lis in der Nacht zum vergangenen Mittwoch schwere Verletzungen im Genitalbereich zu. Die Wunde, vermutlich mit einem spitzen Gegenstand verursacht, musste mit über 40 Stichen genäht werden. Der Fall ereignete sich auf einer Anlage angrenzend an das Naturschutzgebiet in der Industriestraße.


Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. und die Pferdehalterin setzten jeweils 500 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters führen. Zeugen melden sich bitte unter 0176-64812091 oder direkt bei der Kriminalpolizei Ulm.

"Diese grausame Tat muss unbedingt geahndet werden“, so Kampagnenmitarbeiterin Nadja Kutscher von PETA. "Täter mit derartigen Neigungen belassen es häufig nicht beim Verbrechen am Tier und vergehen sich später am Mitmenschen. Insbesondere Taten mit möglichem sexuellen Hintergrund dürfen in diesem Zusammenhang nicht verharmlost werden."

Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus an der Universität Saarland: „Geschätzte 80-90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ Hinweisen und Augenzeugenberichten zufolge begab sich der mutmaßliche Täter in allen darauffolgenden Nächten bis gestern wieder auf das Gelände und versuchte, in die Stallungen einzudringen.

Er konnte trotz zahlreicher Maßnahmen nicht gefasst werden, da er sich schnell vom Tatort entfernte. PETA hofft daher auf die Hilfe der Bevölkerung, damit keine weiteren Pferde zum Opfer von Gewalt werden.
Autor: PETA Deutschland e.V.
3625 Aufrufe
Stand: 30. August 2009
Erstellt: 30. August 2009

Weiterführende Informationen:

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