KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 15800
Niemand braucht Öl aus dem Wattenmeer
Frankfurt, 28.06.2009: Bei der jährlichen Sitzung des Welterbe-Komitees der UNESCO im spanischen Sevilla fiel soeben die Entscheidung: Das Wattenmeer an der Nordseeküste wurde als Weltnaturerbe anerkannt. Damit steht der einmalige Naturraum zukünftig auf einer Stufe mit den Galapagos-Inseln, dem Grand-Canyon-Nationalpark oder dem australischen Great Barrier Reef.Mit dieser vom Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet WWF unterstützten Anerkennung ist auch eine Verantwortung zur dauerhaften Erhaltung verbunden. Der WWF erwartet von Politik und Auch als sekundärer Sektor bezeichnet, in Abgrenzung von Landwirtschaft (primärer Sektor) und Dienstleistungen (tertiärer Sektor). Industrie , allen voran der Ölindustrie, dass sie die Anerkennung als Weltnaturerbe respektiert und auf jeden Im B. fördert man aus der Erde Metallerze, Salze, Gesteine und fossile Brennstoffe. Bergbau im Amphibisches Ökosystem zwischen Hoch- und Niedrigwasserlinie, das vom natürlichen Ungleichgewicht durch Wechsel der Überflutung lebt. Wattenmeer verzichtet, sagt Hans-Ulrich Rösner, Leiter des WWF-Wattenmeerprojekts. Niemand braucht ausgerechnet Öl aus dem geschützten Watt. Die Industrie müsse aufhören, sich immer neue Ausnahmen für missbräuchliche Nutzungen im N. sind großräumige, mindestens 1.000 ha umfassende Naturlandschaften von besonderer Eigenart, Schönheit oder Seltenheit, in einem möglichst natürlichem, vom Menschen unberührten Zustand. Nationalpark zu erstreiten und auf jede Ausweitung der Ölförderung verzichten.
Eine weitere Gefahr für das Weltnaturerbe Wattenmeer stellt nach WWF-Angaben der durch den Globale Klimaveränderungen sind bereits im Gang und der Mensch ist dafür hauptverantwortlich.
Klimawandel verursachte Anstieg des Meeresspiegels dar. Dieser könne in der flachen Landschaft der Nordseeküste besonders schwere Auswirkungen für Mensch und Natur haben. Wattflächen und Salzwiesen drohen dauerhaft überflutet zu werden, auch Inseln könnten dann in Gefahr geraten. In begrenztem Umfang ist nach WWF-Einschätzung eine Anpassung jedoch noch möglich. So könne etwa durch Ablagerung von Schlick und Sand das Watt mit dem Meeresspiegel mitwachsen. Die immer höher werdenden Investitionen für den Küstenschutz müssen auch so eingesetzt werden, dass die natürliche Anpassung an den Meeresspiegelanstieg gefördert wird. Das ist unsere einzige Möglichkeit die einmalige Küstenlandschaft an der Die internationale Nordseeschutzpolitik hat bis heute keine entscheidenden Fortschritte für die Nordsee gebracht, da Nutzungsinteressen meist Vorrang vor wirksamen Umweltschutzkonzepten bekommen Nordsee auch langfristig zu erhalten, sagt Hans-Ulrich Rösner.
Für die Umweltschützer ist es außerdem ein besonderer Wermutstropfen, dass nur der größte Teil des deutschen sowie das niederländische Wattenmeer den Titel Weltnaturerbe erhalten haben. Der WWF hofft, dass Dänemark und das Bundesland Hamburg nun so bald wie möglich einen entsprechenden Antrag bei der UNESCO stellen und sich mit ihren Wattgebieten anschließen. Ziel sollte sein, dass der gesamte Watt-Raum zu einem gemeinsamen Weltnaturerbe wird. Dies helfe nicht nur bei der Bewahrung des einmaligen Ökosystems, sondern nütze auch den Anwohnern, schließlich profitiert vor allem der Tourismus von einer intakten Natur und von der Auszeichnung als Weltnaturerbe.
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 28. Juni 2009
Erstellt: 28. Juni 2009
Stand: 28. Juni 2009
Erstellt: 28. Juni 2009
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