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Pestizide im Christbaum?


Frankfurt, 14.12.2008: Er ist das Symbol des Weihnachtsfestes: Der Christbaum. Rund 25 Millionen Weihnachtsbäume kaufen die Deutschen jedes Jahr. Ein Großteil davon ist ökologisch betrachtet alles andere als festlich. Die meisten Bäume stammen aus ökologisch bedenklichem Anbau in Monokulturen. Damit die Bäume optisch ansprechend wachsen und nicht von Schädlingen befallen werden, wird in den allermeisten Fällen die Chemiekeule eingesetzt:


Herbizide für konkurrierende Gräser, Insektizide gegen Käfer und Läuse, Mineraldünger für den gleichmäßigen Wuchs und die kräftige Farbe der Nadeln. Nicht nur, dass diese Form der Waldnutzung äußerst schlecht für die Natur ist; die mit Chemikalien behandelten Bäume stehen tagelang im Wohnbereich der Menschen.

„Wer Weihnachten unter einem unbelasteten und ökologisch verantwortungsvoll gewonnenen Baum verbringen möchte, dem raten wir zum Kauf von Weihnachtsbäumen aus ökologischer Waldnutzung“, so WWF Waldexpertin Nina Griesshammer. „Am besten eignen sich dafür mit dem FSC -Siegel versehene heimische Bäume wie Fichten und Tannen“.

Das FSC-Siegel garantiert, dass der Baum aus einem Betrieb stammt, der eine umwelt- und sozialverträgliche Waldwirtschaft betreibt. Wer sich für einen solchen Tannenbaum interessiert, sollte bei den lokalen Förstereien nach Verfügbarkeiten fragen. Eine Liste der FSC-zertifizierten Förstereien finden Sie im Internet unter www.fsc-deutschland.de.

„Mit einem Öko-Weihnachtsbaum kann man an Weihnachten ein deutliches Zeichen für den Umweltschutz und gegen Monokulturen und Waldkahlschlag setzen und zugleich Dünger und Pestizide aus seinem Wohnzimmer verbannen“, so WWF Waldexpertin Nina Griesshammer.

Darüber hinaus kann der Kauf eines Öko-Tannenbaumes die Weihnachtsstimmung fördern. Meist können die Bäume im Wald von den Kunden selbst ausgewählt und geschlagen werden. Natürlich nur dort, wo eine offizielle Verkaufsstelle ist. Wer einfach in den Wald geht und einen Baum schlägt, macht sich des Diebstahls strafbar! Die Öko-Bäume sind übrigens nicht teurer als die Standartbäume.

Bild 1: © Knipseline, PIXELIO
Bild 2: © Claudia Hautumm, PIXELIO
Autor: WWF Deutschland
3948 Aufrufe
Stand: 14. Dezember 2008
Erstellt: 14. Dezember 2008

Weiterführende Informationen:

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