KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 15042
Pestizide im Christbaum?
Frankfurt, 14.12.2008: Er ist das Symbol des Weihnachtsfestes: Der Christbaum. Rund 25 Millionen Weihnachtsbäume kaufen die Deutschen jedes Jahr. Ein Großteil davon ist ökologisch betrachtet alles andere als festlich. Die meisten Bäume stammen aus ökologisch bedenklichem Anbau in Monokulturen. Damit die Bäume optisch ansprechend wachsen und nicht von Schädlingen befallen werden, wird in den allermeisten Fällen die Chemiekeule eingesetzt:Pflanzenschutzmittel (Pestizide) zur Verkämpfung von unerwünschtem Pflanzenwuchs. In Deutschland werden jährlich rund 15.000 Tonnen Herbizide (Jahr: 2001)in der Land- und Forstwirtschaft gegen Unkräuter eingesetzt. Herbizide für konkurrierende Gräser, Pestizide zur Bekämpfung von Insekten. Bei den I. unterscheidet man vier Gruppen von Wirkstoffen: Chlorierte zyklische Kohlenwasserstoffe (wie DDT, HCB, Endrin) Organische Phosphorsäureester (wie Chlorpyrifos, Parathion), Carbaminsäureester (wie Carbofuran, Methiocarb)und Dithiocarbamate (wie Maneb, Ziram). Insektizide gegen Käfer und Läuse, Mineraldünger für den gleichmäßigen Wuchs und die kräftige Farbe der Nadeln. Nicht nur, dass diese Form der Waldnutzung äußerst schlecht für die Natur ist; die mit Von den heute bekannten 50 Millionen Chemikalien sind etwas 100.000 von industrieller Bedeutung. Nur wenige Chemikalien sind auf ihre Gesundheits- und Umweltrlevanz untersucht, wurden einem Zulassungsverfahren oder einer ökotoxikologischen bewertung unterzogen. Chemikalien behandelten Bäume stehen tagelang im Wohnbereich der Menschen.
Wer Weihnachten unter einem unbelasteten und ökologisch verantwortungsvoll gewonnenen Baum verbringen möchte, dem raten wir zum Kauf von Weihnachtsbäumen aus ökologischer Waldnutzung, so Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Der WWF Deutschland wurde 1963 gegründet WWF Waldexpertin Nina Griesshammer. Am besten eignen sich dafür mit dem Forest Stewartship Council FSC -Siegel versehene heimische Bäume wie Fichten und Tannen.
Das FSC-Siegel garantiert, dass der Baum aus einem Betrieb stammt, der eine umwelt- und sozialverträgliche Waldwirtschaft betreibt. Wer sich für einen solchen Tannenbaum interessiert, sollte bei den lokalen Förstereien nach Verfügbarkeiten fragen. Eine Liste der FSC-zertifizierten Förstereien finden Sie im Internet unter www.fsc-deutschland.de.
Mit einem Öko-Weihnachtsbaum kann man an Weihnachten ein deutliches Zeichen für den Mit Beginn der staatlichen Umweltpolitik ca. 1970 geprägter Begriff für Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und damit der Lebensgrundlagen von Organismen einschließlich des Menschen, wobei bedingt durch die anthropozentrische Sichtweise die Eigenrechte der Natur zu wenig Berücksichtigung finden. Umweltschutz und gegen Monokulturen und Waldkahlschlag setzen und zugleich Dünger und Pestizide sind bioaktive Substanzen, die ubiquitär in der Umwelt verteilt sind. Der Begriff Pestizide steht auch häufig als Synonym für Pflanzenschutzmittel oder Schädlingsbekämpfungsmittel. Pestizide aus seinem Wohnzimmer verbannen, so WWF Waldexpertin Nina Griesshammer.
Darüber hinaus kann der Kauf eines Öko-Tannenbaumes die Weihnachtsstimmung fördern. Meist können die Bäume im Wald von den Kunden selbst ausgewählt und geschlagen werden. Natürlich nur dort, wo eine offizielle Verkaufsstelle ist. Wer einfach in den Wald geht und einen Baum schlägt, macht sich des Diebstahls strafbar! Die Öko-Bäume sind übrigens nicht teurer als die Standartbäume.Bild 1: © Knipseline, PIXELIO
Bild 2: © Claudia Hautumm, PIXELIO
Autor: WWF Deutschland
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Stand: 14. Dezember 2008
Erstellt: 14. Dezember 2008
Stand: 14. Dezember 2008
Erstellt: 14. Dezember 2008
Weiterführende Informationen:
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