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Frühjahrsjagd auf Malta vorzeitig beendet - Regierung will illegale Vogeljagd stoppen


Radolfzell, 20.05.2007: Nach jahrelangem Einsatz kann die Umweltstiftung Euronatur jetzt einen Erfolg für den internationalen Vogelschutz melden. Die maltesische Regierung hat die umstrittene Frühjahrsjagdsaison auf Wachteln und Turteltauben vorzeitig beendet, nachdem wiederholt auch auf geschützte Arten wie den stark bedrohten Wespenbussard geschossen worden war.

Nach Angaben von Euronatur sei das Einschreiten der Regierung als Erfolg zu werten, der hoffentlich das endgültige Ende der Frühjahrsjagd auf Malta bedeute.

Die Frühjahrsjagd ist in EU-Ländern verboten, um die bereits brütenden oder kurz vor der Brutzeit stehenden Vögel zu schützen. Euronatur und seine Partner auf Malta fordern seit langem, die Ausnahmeregelung abzuschaffen, da jedes Jahr zahlreiche seltene Arten illegal geschossen werden. Verstärkter Polizeieinsatz soll nun die Einhaltung des Jagdstopps sichern.

Euronatur-Präsident Claus-Peter Hutter: "Wir begrüßen diesen längst überfälligen Schritt der maltesischen Regierung. Das Problem bei der Vogeljagd auf Malta ist aber, dass keine der beiden politischen Großparteien auf die Stimmen der Vogeljäger verzichten will. Der Abstand der sozialistischen Partei und der im Amt befindlichen Volkspartei ist traditionell äußerst gering. 2008 sind Wahlen. Es bleibt abzuwarten, ob die Frühjahrsjagd nun tatsächlich gestoppt ist oder ob es nächstes Jahr neue Ausnahmeregelungen geben wird." Die Euronatur-Partner auf Malta befürchten allerdings Anschläge auf europäische Naturschutzgebiete in Malta. Erst Anfang letzter Woche hatten Unbekannte 3.000 Pinien-Setzlinge in Mellieha ausgerissen, die im Rahmen einer Wiederaufforstungsaktion frisch gepflanzt worden waren.

Die Frühjahrsjagd auf Wachteln und Turteltauben wurde dieses Jahr ursprünglich vom 10. April bis zum 20. Mai genehmigt. Die Fallenjagd wird unverändert bis zum 20. Mai fortgeführt werden. Nach Angaben von Euronatur werden in Europa jährlich über 100 Millionen Vögel geschossen oder in Fallen gefangen.
Autor: Stiftung Europäisches Naturerbe Euronatur
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Stand: 20. Mai 2007
Erstellt: 20. Mai 2007

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