im Lexikon
Social Bookmarks
Über unser Institut
Inserate
Folgen Sie uns nach Facebook


Top-News Umwelt und Natur
Fangverbot für Donau-Stör
VIER PFOTEN rettet Orang-Utans in Borneo vor Kopfgeldjägern
Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist „Libelle des Jahres 2012“
Angriff auf Wale unter falscher Flagge
Nichts zu lachen für die Drachen
Südafrika verliert 448 Nashörner
5 Jahre nach Kyrill: Schäden im Wald noch immer deutlich sichtbar
Vögel nur im Winter füttern? VIER PFOTEN rät zur ganzjährigen Fütterung
Containerwrack vor Neuseeland gesunken
Die Jagd verursacht Bestandsexplosion bei Wildschweinen
Inserate

Stilles Sterben in Deutschland


Frankfurt, 24.05.2006 - Zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt warnte der WWF vor dem Aussterben zahlreicher Tier- und Pflanzenarten in Deutschland. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation sind hierzulande über die Hälfte aller Säugetiere und Fische akut bedroht. Nicht besser ist es um die Pflanzen bestellt: 67 Prozent aller nur in Deutschland heimischen Pflanzen sind gefährdet.


Hauptgrund für das stille Sterben ist der weiter zunehmende Lebensraumverlust durch Landwirtschaft , Verkehrswege- und Häuserbau, so der WWF. Nach Angaben des WWF gelten in Deutschland 520 Tier- sowie 512 Pflanzenarten als ausgestorben oder verschollen, darunter 12 Säugetierarten. Von den untersuchten Aren sind 5.711 Arten akut gefährdet. Weltweit stehen 16.119 Tier- und Pflanzenarten auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

Vom kleinen Einzeller bis zum großen Säugetier gibt es in Deutschland derzeit rund 48.000 Tierarten in freier Wildbahn. „Davon sehen wir im Alltag allenfalls Tauben, Fliegen und Kaninchen“, sagt WWF -Artenschutzexperte Roland Melisch. „Daran sind wir selbst schuld. Als erste Art in der Evolution schaffen wir es im Alleingang, einen großen Teil der übrigen Arten zu vernichten.“ Die Mehrzahl der Tiere und Pflanzen ist erst in den vergangenen 150 Jahren mit der sich rasant entwicklenden Industrialisierung ausgestorben. Trauriger Höhepunkt des Artenschwunds in Deutschland waren die 1960er und 1970er Jahre.

Obwohl sich das öffentliche Bewusstsein seither gewandelt hat, wird nach Ansicht des WWF in der Bundesrepublik noch viel zu wenig für den Artenschutz getan. „Jeden Tag werden über einhundert Hektar Natur für Gebäude und Straßen zubetoniert. In der Landwirtschaft blühen die Monokulturen, es gibt nach wie vor Überdüngung und einen massiven Einsatz von Pestiziden“, sagt WWF-Artenschützer Melisch. Beim Weltgipfel in Johannesburg vor vier Jahren habe die deutsche Regierung eine Trendwende beim Artensterben bis 2010 mit beschlossen. „Wenn das ernst gemeint war, müssen die politischen Entscheidungsträger endlich vor der eigenen Haustür ernst machen“, so Melisch.
Autor: WWF Deutschland
1115 Aufrufe
Stand: 24. Mai 2006
Erstellt: 24. Mai 2006

Weiterführende Informationen:

Weitere Meldungen zum Thema "Artenschutz":

Fangverbot für Donau-Stör Fangverbot für Donau-Stör
Berlin, 29.01.2012: Die bulgarischen Behörden haben ein vierjähriges Fangverbot für Stören in der Donau und dem Schwarzen Meer bekannt gegeben. Auch der Handel mit Kaviar von wildlebenden Stören ist nun für vier Jahre untersagt.
Nichts zu lachen für die Drachen Nichts zu lachen für die Drachen
Berlin, 24.01.2012: Alle zwölf Jahre wiederholt sich im chinesischen Horoskop das Jahr des Drachen, das am 23. Januar beginnt. Während wir den Drachen in Europa als bedrohliche Feuer speiende Kreatur aus Märchen und Sagen kennen, ist er in China ein berühmter Glücksbringer, der für den Frühling und Zuversicht steht.
Südafrika verliert 448 Nashörner Südafrika verliert 448 Nashörner
Berlin, 13.01.2012: Die Wilderei-Krise in Afrika spitzt sich nach Ansicht der Umweltschutzorganisation WWF weiter zu.
Wale ersticken in Fischernetzen Wale ersticken in Fischernetzen
Berlin, 09.01.2011: Die weltweiten Bestände von Zahnwalen, wie Tümmler, Schweinswal und Delphin, sind in den vergangenen zehn Jahren dramatisch geschrumpft. Zu diesem Ergebnis kommt ein UN-Bericht, der von der Umweltschutzorganisation WWF mitfinanziert und durchgeführt wurde.
Tierische Invasoren profitieren vom milden Winter Tierische Invasoren profitieren vom milden Winter
Berlin, 06.01.2012: Die Umweltschutzorganisation WWF warnt davor, dass invasive und vom Menschen eingeschleppte Tierarten von dem ungewöhnlich milden Winter profitieren könnten.
Afrikatag 2012 – Hilfe für misshandelte Großkatzen Afrikatag 2012 – Hilfe für misshandelte Großkatzen
Südafrika / Hamburg, 05.01.2012: Als Afrikatag wird in der katholischen Kirche seit über hundert Jahren der 6. Januar begangen. An diesem Tag werden weltweit in der Kollekte Spenden für Afrika gesammelt.
Negativ-Rekord bei beschlagnahmtem Elfenbein Negativ-Rekord bei beschlagnahmtem Elfenbein
Berlin, 30.12.2011: Ein trauriger Rekord: Mit über 23 Tonnen wurde dieses Jahr weltweit mehr illegales Elfenbein bei großen Beschlagnahmungen (über 800 Kilogramm) sichergestellt als jemals zuvor. Dies teilt TRAFFIC mit, die internationale Artenschutzorganisation und Tochtergesellschaft des WWF.
Luchs, Nashorn & Co: Die Gewinner und Verlierer 2011 Luchs, Nashorn & Co: Die Gewinner und Verlierer 2011
Berlin, 20.12.2011: Die Umweltstiftung WWF zieht unter Artenschutzgesichtspunkten eine zweischneidige Jahresbilanz.
Elefantengedächtnis - Der Elefant in der Kulturgeschichte Elefantengedächtnis - Der Elefant in der Kulturgeschichte
Saarlouis, 17.12.2011: Monster, Götter, Helden, Opfer Elefanten und ihre Geschichte. Seit der Frühzeit ist die Faszination des Menschen gegenüber Elefanten ungebrochen.
Kleines Nachtpfauenauge ist Schmetterling des Jahres 2012 Kleines Nachtpfauenauge ist Schmetterling des Jahres 2012
Berlin, 15.12.2011: Das Kleine Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia), einer der größten und farbenprächtigsten Nachtfalter, wurde von der Naturschutzstiftung des nordrhein-westfälischen BUND-Landesverbandes und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zum Schmetterling des Jahres 2012 gekürt.
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012