Katalysejournal | Artikel Nr.: 1160

Die Störche kommen


{b1r}Bonn, 25.03.2002: Das Frühjahr naht und bald kommen die Störche von ihrer langen Reise aus Afrika zurück. Mit dem Gemeinschaftsprojekt www.storchenzug.de wird das Naturereignis in allen Medien – Internet, Fernsehen, Hörfunk und Printmedien aktuell für die Öffentlichkeit erlebbar.

Noch immer birgt der Vogelzug große Geheimnisse. Doch die moderne Satelliten-Telemetrie eröffnet uns neue Einblicke in die faszinierende Welt der wandernden Tierarten.

Im Rahmen der Aktion Biologische Vielfalt findet das Gemeinschaftsprojekt Storchenzug statt, um die Faszination des Storchenzuges und ein ungewöhnliches Frühlingserwachen erleben zu können.
Zuschauer, Hörer und Leser können live mit Bild und Ton dabei sein. Im Rahmen des Projektes wird der Flug der Störche erstmalig live im Fernsehen und im Internet online verfolgt werden.

Seit August 2001 tragen Valinka, Sophia, Annamarie, Felix, Jonas und Prinzesschen - sechs ausgewählte Weißstörche aus der Elbtalaue - ultraleichte Minisender auf ihren Rücken. Die erfahrenen Altstörche gehören zu den "Ostziehern", die ihren Weg über Südeuropa, Türkei und den Nahen Osten in die ostafrikanischen Überwinterungsgebieten wählen. Ziel des Projektes ist eine lückenlose Begleitung der Störche von den Überwinterungsgebiete in Afrika nach Deutschland. Dabei steht neben den wissenschaftlichen Aspekten die unmittelbare Veröffentlichung aller Informationen in verschiedenen Medien im Vordergrund. Die Beobachtung der Wanderbewegungen dokumentiert das Zugverhalten. So können Gefahrenquellen entlang der Zugroute ausfindig gemacht und länderübergreifende Schutzmaßnahmen gefördert werden. Auf den 24.000 Kilometern sind die Tiere einer Fülle von Gefahren ausgesetzt, wie unisolierte Strommasten und Bejagung.

So greift das Multimediaprojekt am Beispiel der Störche die Problematik der wandernden Tierarten auf. Im September finden dazu in Bonn die Vertragsstaatenkonferenzen des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Arten - Bonner Konvention und des Afrikanisch-Eurasischen Wasservogelabkommens statt.

"Storchenzug" wird unter der Leitung des Bundesamtes für Naturschutz ( BfN ) gemeinsam mit dem NABU, der NAJU und der Meteomedia AG in Kooperation mit den Morgenmagazin von ARD und ZDF durchgeführt.

Die Ausstattung der Störche mit den Sendern wurde vom Storchenhof Loburg übernommen. Die Erfassung und Auswertung der Satellitendaten sowie die fachliche Beratung zu Route und Zugverhalten der Störche geschieht durch die Max-Planck-Forschungsstelle für Ornithologie, Vogelwarte Radolfzell. Beiden Einrichtungen sei für ihre Unterstützung herzlich gedankt.

Ab dem 25. März berichten die Morgenmagazine von ARD und ZDF sowie das „ Wetter im Ersten“ regelmäßig über unsere Störche und die Reiseerlebnisse unseres Kamerateams vor Ort.
Unter www.storchenzug.de kann schon heute live verfolgt werden, wo sich Valinka und ihre Freunde im Moment gerade aufhalten.
Autor: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Aufrufe seit August 2009
Stand: 25. März 2002
Erstellt: 25. März 2002

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