im Lexikon
Social Bookmarks
Über unser Institut
Inserate
Folgen Sie uns nach Facebook


Top-News Familie und Kinder
DER SPIEGEL als Spiegelbild propagandistischer Kultur - Eine Rezension von Wahid Ben Alaya
Sorgerecht: Keine Besserung für ledige Väter in Sicht!
Morgens halb acht in Deutschland: Nur zwei von drei Teenagern frühstücken vor der Schule
Europäische Kampagne für Spielzeugsicherheit sorgt für sicheres Spielzeug für unsere Kinder
Die Weihnachtsbrücke mit vielen Grüßen und einem Männerversteher
Werbung für Flaschennahrung gefährdet Stillen: Flaschennahrung ist Muttermilch nicht ebenbürtig
Die Welt im Wald entdecken“: In der Natur nachhaltig handeln lernen
Was ist das größte Tabu in Deutschland?
Kinderschlafanzüge: Dreck im Druck
Männertag am 3. November: Eine Laudatio
Inserate

Umweltfreundlich urlauben – aber wie?


Hamburg, 23.07.2010: Wie buche ich umweltfreundliche Ferien? Diese Frage stellen sich immer mehr Verbraucher vor Beginn der Reisesaison, denn längst ist nicht mehr allein der Preis ausschlaggebend für die Wahl des Urlaubsziels.

Doch Hinweise auf die Klimafreundlichkeit, umweltverantwortliche Hotelführung oder Ressourcenverbrauch einzelner Reisen sind in den meisten Reisekatalogen dünn gesät.

Eine aktuelle Analyse des WWF offenbart Nachholbedarf bei der Kundeninformation zur Umweltverträglichkeit von Reiseprodukten. „Umweltorientierte Verbraucher brauchen oft viel detektivischen Spürsinn und Eigeninitiative für die Urlaubssuche, dabei liegen die entsprechenden Informationen den Veranstaltern oft vor“, sagt Martina Kohl, Tourismusexpertin beim WWF. „Die Verbraucher haben transparentere Information verdient: Der touristische Umwelt -Fußabdruck einer Reise sollte zu einem klaren Entscheidungskriterium werden – genau wie Frühbucherrabbatte oder Gästezufriedenheit.“ Der WWF fordert die Entwicklung von Standards bei der Kennzeichnung von Reiseprodukten. Als erste positive Anzeichen wertet Kohl, dass die meisten der untersuchten Veranstalter einen Emissionsrechner für Flugreisen anböten und zumindest auf Kompensationsmöglichkeiten für CO2 Emissionen verwiesen.

Die WWF-Umfrage bei 80 deutschen Reiseveranstaltern untersucht, welche wesentlichen Informationen zur Umweltverträglichkeit der angebotenen Reise dem Verbraucher transparent und einfach kommuniziert werden und welche er bisweilen mühsam selbst recherchieren muss, um seine Reiseentscheidung besser treffen zu können. Bewertet wurden u.a. Angaben zu klimawirksamen Emissionen, zum Verbrauch von Ressourcen wie Energie und Wasser und existierenden Umweltzertifikaten. Sieben Reiseveranstalter sieht der WWF auf einem guten, verbraucherfreundlichen Weg im Hinblick auf die Offenlegung ihrer Umweltinformationen, darunter große und kleine Anbieter. Die Informationspolitik von jeweils acht Veranstaltern wurde als „akzeptabel“ oder „mit Nachholbedarf“ eingestuft. „Es ist ein bedauerlicher Ausdruck der am Markt herrschenden Intransparenz, wenn ca. 70 Prozent der angesprochenen Veranstalter über die eigene Informationspraxis keine Angaben machen“, sagt Kohl weiter. „Hier ist deutlich mehr Verbraucherfreundlichkeit gefordert.“

Rund 35 Prozent der ausgewerteten Veranstalter verfügen über umweltfreundliche Produktlinien, ein Großteil (30 Prozent) informiert über diese auch aktiv. Über die Umweltverträglichkeit der restlichen Angebote finden sich kaum Informationen. Wer beispielsweise vor der Buchung erfahren möchte, ob das gewählte Hotel seine Abwässer sinnvoll nutzt bzw. an eine Kläranlage angeschlossen ist oder ob das Urlaubsdomizil in oder nahe an sensiblen Naturlandschaften liegt, muss meist zeitraubend Umweltberichte konsultieren oder die Informationen separat beim Veranstalter erfragen.

Der WWF ermutigt Verbraucher, umweltrelevante Informationen notfalls beim Anbieter abzufragen. Dazu gehöre die Frage nach einem nachhaltigen Hotelmangement beispielsweise hinsichtlich Müll- und Abwasserentsorgung ebenso wie Hinweise auf soziale oder ökologische Besonderheiten im Gastland, für die einen Verhaltenskodex angeboten werden sollte. „Die Nachfrage nach umweltfreundlichen Reisen wächst. Wenn sich die Verbraucher bei den Touristikunternehmen Gehör verschaffen, werden die Anbieter auch Licht in den Dschungel der Angebote bringen“, sagte WWF Expertin Kohl weiter.
Autor: WWF Deutschland
1236 Aufrufe
Stand: 23. Juli 2010
Erstellt: 23. Juli 2010

Weitere Meldungen zum Thema "Reisen":

Nahrungsmittel-Spekulation verschärft Hungerkrisen: Deutsche Bank muss aussteigen Nahrungsmittel-Spekulation verschärft Hungerkrisen: Deutsche Bank muss aussteigen
Berlin / Aachen, 18.01.2012: Oxfam, Misereor und WEED werfen der Deutschen Bank vor, mitverantwortlich für Preisexplosionen auf den Weltagrarmärkten zu sein, die Lebensmittel für in Armut lebende Menschen unbezahlbar machen.
Klientelpolitik statt Energiepolitik Klientelpolitik statt Energiepolitik
Bonn, 18.01.2012: Das angeblich so marktkonforme Quotensystem, das laut Bundeswirtschaftsminister Rösler einen Wettbewerb zwischen den verschiedenen Technologien auslösen soll, ist in Großbritannien gescheitert.
Klimaschutz im Klassenzimmer: Energiesparmeister-Wettbewerb 2012 startet Klimaschutz im Klassenzimmer: Energiesparmeister-Wettbewerb 2012 startet
Berlin, 10.01.2012: Deutschlands Schüler sagen dem Klimawandel den Kampf an: ob mit Klima-Litfaßsäulen, Energiespar-Waschsalons oder einem selbst angepflanzten Schulwald.
Banken der Nachhaltigkeit unterstützen gemeinnützige Ratingagentur Banken der Nachhaltigkeit unterstützen gemeinnützige Ratingagentur
Berlin, 08.01.2011: Führende Banken der Nachhaltigkeit unterstützen das Projekt und die Kampagne einer gemeinnützigen und nach Kriterien der Nachhaltigkeit wertenden Ratingagentur (ENRA) der Deutschen Umweltstiftung.
Tierische Invasoren profitieren vom milden Winter Tierische Invasoren profitieren vom milden Winter
Berlin, 06.01.2012: Die Umweltschutzorganisation WWF warnt davor, dass invasive und vom Menschen eingeschleppte Tierarten von dem ungewöhnlich milden Winter profitieren könnten.
Schweizer Schnecken Schweizer Schnecken
Köln, 06.01.2012: Der Bild- und Bestimmungsband „Die Schneckenfauna der Schweiz“ von Cristina Boschi stellt ein einzigartiges und umfassendes Standardwerk für Molusken-Spezialisten und Biologen dar. Auch interessierte Naturfreunde werden viel Freude an diesem reichhaltig illustrierten Buch haben.
Niederländische Fleischer ohne Fleisch: Lieber weniger, dafür bessere Qualität Niederländische Fleischer ohne Fleisch: Lieber weniger, dafür bessere Qualität
Bonn, 05.01.2012 (aid): Niederländische Flexitarier sind inzwischen auch bei den Metzgern des Landes gut aufgehoben. Was zunächst seltsam klingt, ist Ergebnis einer Untersuchung der holländischen Umweltorganisation "Natuur und Milieu".
Wildtiere im Zirkus leiden bei nasskalten Temperaturen - Immer weniger Zirkusse mit festem Winterquartier Wildtiere im Zirkus leiden bei nasskalten Temperaturen - Immer weniger Zirkusse mit festem Winterquartier
Gerlingen, 29.12.2011: Noch vor wenigen Jahren zogen Zirkusse im Winter in ein festes Stammquartier. Heute reisen rund 350 Zirkusunternehmen ganzjährig durch Deutschland und veranstalten trotz Nässe und Minustemperaturen sogenannte Weihnachtscircusse mit exotischen Tieren.
Fast 50% Weihnachtsbäume mit verbotenen Pestiziden belastet Fast 50% Weihnachtsbäume mit verbotenen Pestiziden belastet
Berlin, 16.12.2011: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat in sechs von 15 getesteten Weihnachtstannen und -fichten teils verbotene Pestizide gefunden.
Schwarz-Gelb verhindert im Bundestag Wildtierverbot im Zirkus Schwarz-Gelb verhindert im Bundestag Wildtierverbot im Zirkus
Berlin / Gerlingen, 16.12.2011: Bei der gestrigen Sitzung des Bundestags wurde ein Antrag der SPD für ein Wildtierverbot im Zirkus von der Regierungskoalition abgelehnt.
Umweltlexikon-online.de ist ein Projekt des KATALYSE Institutes, Köln
in Kooperation mit der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis
Das KATALYSE-Journal ist ein Projekt der André Sepeur Medienberatung, Saarlouis.
Die presserechtliche Verantwortlichkeit entnehmen Sie bitte den Kontaktdaten des folgenden Impressums
© 1999 - 2012