KATALYSE-Journal
| Artikel Nr.: 16721
ÖKO-TEST Schulranzen - Armutszeugnis für die Hersteller
Frankfurt a. M., 25.03.2010: Meistens bringt schon der Osterhase den lang ersehnten Ranzen für Abc-Schützen. Ob der mit Rennautos, den "Wilden Kerlen", dem FC-Bayern-Wappen, Monstern oder anderen Motiven verziert sein soll, dazu haben Kinder ganz klare Vorstellungen.Eltern kaufen den Schulranzen in der Regel nach den Wünschen ihrer Sprösslinge, doch ist es viel wichtiger, dass dieser sicher ist und den Vorgaben der Norm entspricht. Darauf macht ÖKO-TEST aufmerksam. Die Auswahl an empfehlenswerten Produkten ist allerdings gering.
Das Frankfurter Verbrauchermagazin hat zehn Schulranzen vom Labor untersuchen lassen. Dabei wollte ÖKO-TEST nicht nur wissen, ob gefährliche Inhaltsstoffe in ihnen stecken, sondern unter anderem auch ob sie genug Signalflächen haben, wie praktisch sie in der Handhabung sind, wie stabil sie sind, wie solide sie verarbeitet wurden und ob der Ranzen nach einem Regenschauer innen trocken bleibt. Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, fasst zusammen: "Die Ergebnisse zeigen, dass die Hersteller noch einige Hausaufgaben zu machen haben. Denn viele Ranzen erfüllen nicht einmal die Abkürzung für Deutsches Institut für Normung e.V. und Deutsche Industrie Norm DIN -Norm." Laut dieser gilt ein Produkt erst dann als sicher, wenn es über genug retroreflektierende und fluoreszierende Flächen verfügt. Retroreflektierend bedeutet, dass Scheinwerferlicht in der Dunkelheit zurückgeworfen wird. Fluoreszierende Flächen müssen am Tag und in der Dämmerung aufleuchten. Doch bei den Reflexstreifen zeigen sich die Hersteller sparsam.
Ein Armutszeugnis sind zudem die Ergebnisse der Schadstoffprüfung: ÖKO-TEST hat unter anderem polyzyklische aromatische K. Verbindungen der organischen Chemie aus Kohlenstoff und Wasserstoff, meist in einem Gerüst aus Kohlenstoffatomen. Während beispielsweise Propan ein kettenförmiger K. ist, ist Benzol ein ringförmiger K. Kohlenwasserstoffe , von denen viele krebserzeugend sind, P. (Polyvinylchlorid)ist ein Kunststoff mit einem breiten Einsatzspektrum und wird v.a. für die Herstellung von Verpackungen und Spielwaren und im Baubereich verwendet. PVC /PVDC/chlorierte In Europa werden K. mehrheitlich auf Erdölbasis (Naphtha, Erdöl) hergestellt, während in den USA hauptsächlich Erdgas als Rohstoff eingesetzt wird. Kunststoffe , W. sind feste oder flüssige, organische Verbindungen, die als Additive eine weichmachende Wirkung auf Kunststoffe, Textilien, Lacke, Zellglas und Dichtungsstoffe ausüben. Weichmacher und hormonell wirksame zinnorganische Verbindungen gefunden. Eine gute Figur machen fast alle Modelle jedoch in der Handhabung und bei den Trageeigenschaften.
Das ÖKO-TEST-Magazin feiert 25-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass finden Leser in der aktuellen April-Ausgabe noch mehr Tests als sonst. Das Heft kostet 3,80 Euro und ist ab dem 26. März 2010 im Zeitschriftenhandel erhältlich.
Autor: ÖKO-TEST Verlag
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Stand: 25. Maerz 2010
Erstellt: 25. Maerz 2010
Stand: 25. Maerz 2010
Erstellt: 25. Maerz 2010
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